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Förderleistung
Mehrsprachigkeit gehört für viele Familien in der Schweiz zum Alltag. 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren hören zuhause mindestens zwei Sprachen (Bundesamt für Statistik, August 2025).
Das Förderprogramm «ici. gemeinsam hier.» unterstützt mit der Ausschreibung «Mehrsprachig aufwachsen» Angebote und Projekte für Familien mit Kindern im Vorschulalter (0 bis 6 Jahre). Gesucht sind lokale Vereine und gemeinnützige Organisationen aus der ganzen Schweiz, die Familien darin stärken, in ihrem Alltag sowohl die Lokalsprache* als auch die Erstsprache* zu sprechen.
Mehrsprachig aufwachsen: Sprachliche Vielfalt stärken, Chancengerechtigkeit fördern
Mehrsprachigkeit gehört für viele Familien in der Schweiz zum Alltag. 38 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 15 Jahren hören zuhause mindestens zwei Sprachen (Bundesamt für Statistik, August 2025).
Das Förderprogramm «ici. gemeinsam hier.» unterstützt mit der Ausschreibung «Mehrsprachig aufwachsen» Angebote und Projekte für Familien mit Kindern im Vorschulalter (0 bis 6 Jahre). Gesucht sind lokale Vereine und gemeinnützige Organisationen aus der ganzen Schweiz, die Familien darin stärken, in ihrem Alltag sowohl die Lokalsprache* als auch die Erstsprache* zu sprechen.
Die Ausschreibung ergänzt bestehende Integrations- und Sprachförderangebote und stärkt Mehrsprachigkeit als Ressource für Bildung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Besonders für Familien in herausfordernden finanziellen und sozialen Lebenslagen können Angebote und Projekte, die verschiedene Sprachen berücksichtigen und wertschätzen, einen wichtigen Beitrag zu Chancengerechtigkeit und gesellschaftlicher Teilhabe leisten.
* Begriffsklärung: Unter Lokalsprache wird die am Wohnort gesprochene Sprache verstanden. Die Erstsprache(n) bezieht sich auf die erste(n) Sprache(n), die ein Kind lernt und die häufig im familiären Kontext gesprochen wird (werden).
Was wir unterstützen
Für die Ausschreibung bewerben können sich Organisationen aus der Schweiz, die:
nicht gewinnorientiert sind und eine gemeinnützige Rechtsform aufweisen (z.B. Verein oder Genossenschaft)
nach den Grundsätzen der Good Governance geführt werden (Transparenz, Machtausgleich, Wirksamkeit)
einen lokalen und/oder regionalen Wirkungsort haben
Bewerben können sich auch Projekte, die bereits in der Vergangenheit durch Mini-Grants von «ici. gemeinsam hier.» oder durch Beiträge bis CHF 2'500 sowie Coaching oder Projektraum gefördert worden sind.
Stellen der öffentlichen Hand können nur in Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen Organisation eine Förderung beantragen.
Gefördert werden Angebote und Projekte, die die Mehrsprachigkeit von Kindern im Vorschulalter (0 bis 6 Jahre) und von ihren Begleitpersonen stärken und die insbesondere auch Familien in finanziell oder sozial herausfordernden Lebenslagen erreichen. Die Angebote und Projekte lassen sich in folgende Themen einordnen:
Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen stärken, zum Beispiel:
Elternberatungsangebote mit Kinderbetreuung durch mehrsprachige Mitarbeitende
Angebote zur Förderung der mehrsprachigen Eltern-Kind-Kommunikation
Elternbildungsangebote, z.B. zu mehrsprachiger Erziehung
Ausbau von mehrsprachiger Infrastruktur und mehrsprachigen Materialien, zum Beispiel:
Entwicklung von mehrsprachigen Materialien
Kooperationen mit Bibliotheken zur Bereitstellung von mehrsprachigen Büchern/Programmen für Familien mit Kindern im Vorschulalter
Reduktion der Zugangsbarrieren zu Freizeitangeboten für mehrsprachige Familien
Erweiterung bestehender Angebote um zum Beispiel folgende Teilprojekte:
Umsetzung mehrsprachiger Freizeitangebote für Familien mit Kindern im Vorschulalter
Schulung von freiwillig Engagierten und Mitarbeitenden zur Förderung von Mehrsprachigkeit in der Arbeit mit Familien und im Projektalltag
Einsatz von mehrsprachigen Schlüsselpersonen
Spezifische Projekte zu Mehrsprachigkeit, zum Beispiel:
Mehrsprachige Eltern-Kind-Treffpunkte in Familienzentren
Förderung von Peer-Gruppen für Kinder für ihre Erstsprache
Hinweis: Die genannten Beispiele sind nicht abschliessend und können durch weitere Angebote und Projekte in den genannten vier Themen erweitert werden.
Alle Informationen zu den Förderkriterien findet ihr in den Richtlinien / Richtlinien in einfacher Sprache. Bitte lest diese sorgfältig durch, bevor ihr ein Gesuch einreicht.
Die folgenden Qualitätskriterien sind uns bei der Ausschreibung «Mehrsprachig aufwachsen» wichtig:
Niederschwelligkeit: Die Angebote und Projekte sind für alle interessierten Familien und insbesondere für Familien in herausfordernden finanziellen oder sozialen Lebenslagen offen gestaltet, gut erreichbar und möglichst frei von sprachlichen, finanziellen oder organisatorischen Hürden. Sie sollen auch ohne Vorbereitung oder Vorkenntnisse für alle nutzbar sein, flexible Mitwirkungsmöglichkeiten bieten und über Ansprechpersonen verfügen.
Partizipation: Die Organisation zeigt auf, wie sie mit Eltern und nach Möglichkeit auch mit ihren Kindern für die Entwicklung des Vorhabens oder Umsetzung des Projekts zusammenarbeitet oder sie aktiv miteinbezieht. Sie zeigt Mitwirkungs- und Entscheidungsspielräume auf.
Freiwilliges Engagement: Das Angebot wird in Zusammenarbeit mit freiwillig Engagierten (Familien, Eltern, Betreuungspersonen) ermöglicht.
Umsetzungsqualität: Das Vorhaben zur Stärkung der familiären Mehrsprachigkeit orientiert sich an den obigen Themen, hat anspruchsvolle Ziele und ist realistisch geplant.
Fristen und Entscheide
Ihr könnt euer Gesuch fortlaufend bis zum 30. Juni 2027 hier eingeben. Die Förderprojekte werden in drei Jurierungsrunden ausgewählt:
14. Januar 2027
6. April 2027
1. Juli 2027
Die Jury von «ici. gemeinsam hier.» fällt den Förderentscheid. Dieser wird bis spätestens zwei Wochen nach der Jurierung kommuniziert.
Förderleistung
Ausgewählte Angebote und Projekte werden mit einem finanziellen Beitrag zwischen CHF 3'000 und CHF 10'000 unterstützt. Zusätzlich sind freiwillige Vernetzungsangebote zu verschiedenen Themen geplant. Die konkrete Ausgestaltung orientiert sich an den Bedürfnissen der geförderten Projekte und wird 2027 kommuniziert.
Wichtige Links
-
Ausschreibung «Mehrsprachig aufwachsen» -
Richtlinien «Mehrsprachig aufwachsen» -
Richtlinien in einfacher Sprache -
Broschüre «Alle Sprachen sind wichtig» von «ici. gemeinsam hier.» -
Begleitforschung der Pädagogischen Hochschule St. Gallen
Förderung beantragen
Kontakt
Anlaufstelle für alle Fragen zu dieser Ausschreibung: info@ici-gemeinsam-hier.ch
FAQ
Das Förderprogramm «ici. gemeinsam hier.» unterstützt Projekte zum Thema «Mehrsprachig aufwachsen», weil Sprachkompetenzen eine zentrale Voraussetzung für Bildung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit sind. Kinder wachsen in der Schweiz zunehmend mehrsprachig auf. Das Förderprogramm versteht diese sprachliche Vielfalt als gesellschaftliche Ressource und unterstützt Angebote und Projekte, die Kinder, Familien und Bezugspersonen dabei stärken, Mehrsprachigkeit wertzuschätzen und zu fördern. Ziel ist es, die Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern zu verbessern sowie den Zusammenhalt in einer vielfältigen Gesellschaft zu fördern.
Die Ausschreibung «Mehrsprachig aufwachsen» von «ici. gemeinsam hier.» möchte dazu beitragen, gute Rahmenbedingungen für ein mehrsprachiges Aufwachsen in der Schweiz zu schaffen und dabei das zivilgesellschaftliche Engagement stärken. Sie unterstützt lokale Vereine, Organisationen und freiwillig Engagierte dabei, niederschwellige Begegnungs- und Lernräume für mehrsprachige Familien mit Kindern von 0 bis 6 Jahren zu schaffen. Dort können sie soziale Netzwerke aufbauen und Erfahrungen austauschen – und werden so im Umgang mit der familiären Mehrsprachigkeit gestärkt. Die unterstützten Angebote und Projekte fördern den Zugang zu Informationen und Bildungsangeboten, stärken die Teilhabe von Eltern und Kindern und tragen dazu bei, die Ressourcen mehrsprachiger Familien sichtbar zu machen.
Kinder aus mehrsprachigen Familien, die vor finanziellen oder sozialen Herausforderungen stehen, haben oft einen eingeschränkten Zugang zu Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsangeboten. Niederschwellige und sprachsensible Angebote bauen sprachliche, finanzielle, organisatorische und soziale Hürden ab. So können Kinder und Eltern einfacher an Angeboten teilnehmen und ihre Chancen auf gesellschaftliche Teilhabe verbessern.