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Eva Maria Leuenberger and martian m. mächler

Eva Maria Leuenberger, geboren 1991 in Bern, studierte am Schweizerischen Literaturinstitut und lebt und arbeitet heute als Autor*in in Biel. Leuenberger wurde mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Basler Lyrikpreis (2020), zwei Literaturpreisen des Kanton Bern (2020 und 2022), dem Orphil-Debütpreis (2020) sowie einem Schweizerischen Literaturpreis (2025). Bislang erschienen dekarnation (2019), kyung (2021) und die spinne (2024).

martian m. mächler [keine, 1991] ist in Schübelbach aufgewachsen, lebt in Wolken und etwas weniger lang in Zürich. In mehrteiligen Projekten arbeitet martian mit Text, Performance und Raum, häufig in Kollaborationen. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen und den Sprachen, durch die diese stabilisiert werden - mit Blick auf Bindungen sowie die «hässlichen» Gefühle, die Beziehungen zu sich selbst, zu anderen und zu Raum prägen. Daraus entstehen Vorschläge für Räume, die veränderbar bleiben und gemeinsam getragen werden müssen.

Kurztexte sind in verschiedenen Literaturzeitschriften erschienen. 2023 erschien der narrative Gedichtband i left my body behind bei Wasteland. 2024 schloss martian den MFA Literarisches Schreiben/Übersetzen mit einem szenischen Text an der HKB Bern ab und studierte zuvor Bildende Kunst in Zürich, Portland und Arnheim.

Project

durstig? (AT) ist ein Übersetzungsversuch, der am bestehenden Text are you thirsty? ansetzt, um ihn in deutscher Sprache neu zu schreiben. Ein Langgedicht, das in einem Bühnenraum stattfindet. Ein Raum, der viele Türme beherbergt, gewachsen aus Möglichkeiten und Wünschen – Skripts, die sich in alle Richtungen verästeln. Sie wackeln zwischen ausgetrockneten Latexkostümen und staubigen Polstern, wo kein Publikum sitzt. Ein Vampir bewegt sich auf der Bühne. Er wird beobachtet. Eigentlich wurde er gerufen, um sich am Hals des schreibenden Ichs zu ernähren. Nun sind sie beide durstig.

Im Rahmen des Mentorats begleitet Eva Maria Leuenberger die Arbeit am Text in regelmässigen Treffen. Ziel ist ein vertiefter Austausch zu den Inhalten und der Form des Textes, bis zur Manuskriptfassung.