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Double x m2act: spartenverbindende Ausschreibung

Double realisiert einmalig eine spartenübergreifende Ausschreibung zusammen mit Migros-Kulturprozent m2act. Ziel ist es, das vorhandene Wissen und bewährte Ansätze von m2act-Geförderten gezielt in neuen Kontexten anzuwenden und zu verbreiten. Dadurch werden nachhaltige Effekte erzielt und die Innovationskraft für faire Praxis und nachhaltige Strukturen im Kultursektor wird gestärkt.

m2act hat 2026 seine Förderung von fairer Praxis und Nachhaltigkeit von den Darstellenden Künsten auf alle Sparten erweitert. In den letzten fünf Jahren ist in den Darstellenden Künsten viel passiert. Arbeitssituationen wurden unter die Lupe genommen, Themen wie Care und Nachhaltigkeit sind längst Alltag und finden ihren Eingang in Institutionen und Kampagnen. Mit der Öffnung zu anderen Sparten verfolgt m2act einerseits die Förderung von fairer Praxis und Nachhaltigkeit in allen Sparten. Wollen wir in der Kulturlandschaft etwas verändern, macht es Sinn, dies möglichst breit in allen Sparten zu tun. Andererseits soll das vorhandene Wissen aus den Darstellenden Künsten für andere Sparten zugänglich gemacht werden. Dies ermöglicht die gemeinsame Ausschreibung mit Double.  

Bewerben können sich Mentees mit Projekten aus den Sparten Theater, Kleinkunst, Tanz, klassische Musik, Jazz, Film, Kunst und Literatur. Priorität haben dabei Projekte, welche spartenverbindend angelegt sind.

Véronique Hoegger

Foto: Véronique Hoegger

Barbara Ellenberger

Barbara Ellenberger (*1964) ist Dramaturgin. Über zwanzig Jahre hat sie Theaterinstitutionen als Chefdramaturgin, Schauspieldirektorin oder Intendantin (mit)geleitet. Sie unterrichtet regelmässig und beschäftigt sich mit Fragen von Co-Kreation und ökologischer Transformation im Kulturbereich. 2020 hat sie das KlimaKontor Basel und später Tasty Future mitgegründet. Im Rahmen eines Forschungsstipendiums von Pro Helvetia entwickelte sie ab 2022 gemeinsam mit The Forgotten Angle Theatre Collaborative (FATC) in Südafrika A:Practice. 2023 hat sie A:Practice im Rahmen eines Landis & Gyr Stipendiums in London als Online-Tool «Matrix of Action» weiter ausgearbeitet. 2025 konnte A:Practice dank der Förderung von SYNERGIES (unterstützt von Pro Helvetia) erneut gemeinsam mit FATC in Südafrika angewendet und weiterentwickelt und dank Migros-Kulturprozent m2act als frei zugängliches Tool online publiziert werden. 2024 gehörte Barbara Ellenberger zur ersten Schweizer Kohorte des Creative Climate Leadership Programms (CCL) von Julie’s Bicycle.

Coachingangebot:
Barbara Ellenberger vermittelt A:Practice in einem anwendungsorientierten Rechercheprozess. A:Practice ist ein künstlerisches Instrument für die Organisationsentwicklung, das insbesondere im Kultursektor hilft, Massnahmen zu definieren, die auf ökologische und politische Herausforderungen reagieren. Herzstück von A:Practice ist die «Matrix of Action»: Sie bietet Orientierung in Transformationsprozessen, ermöglicht einen unmittelbaren Einstieg ins Handeln und die parallele Umsetzung verschiedener Nachhaltigkeitsansätze. A:Practice unterstützt Kulturorganisationen, Gruppen und Einzelpersonen dabei, als nachhaltige Akteur:innen zum gesellschaftlichen Wandel beizutragen. Besonders geeignet ist das Angebot auch für transdisziplinär arbeitende Teams. In der Zusammenarbeit mit Barbara Ellenberger wird dank A:Practice ein umfassender ökologischer Blick auf den jeweiligen Unternehmensprozess möglich und erlaubt es, die künstlerische, institutionelle oder kuratorische Identität zu schärfen.  

Sprachen: Deutsch, Englisch

Link direkt zum Online-Gesuchsportal für die Bewerbung bei Barbara Ellenberger

Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.

Agathe Raboud et Nidea Henriquez

Foto: Agathe Raboud und Nidea Henriquez

Agathe Raboud und Nidea Henriquez / Arts_Sainement (A_S)

Arts_Sainement (A_S) wurde 2020 von etwa zehn unabhängigen Kunstschaffenden aus der Romandie gegründet und kämpft gegen alle Arten von Machtmissbrauch, Diskriminierung, Belästigung und feindseligen Handlungen im Bereich der darstellenden Künste in der Romandie.

Der Verein hat sich der Begleitung von Betroffenen und Opfern von Missbrauch verschrieben. Darüber hinaus engagiert er sich für Prävention, Sensibilisierung und die Förderung des Dialogs über Missbrauch im Bereich der darstellenden Künste. Arts_Sainement fungiert auch als Beratungs- und Ressourcenzentrum bzw. Kompetenzzentrum, das die bearbeiteten Fälle nach Möglichkeit unter Einbezug aller Beteiligten koordiniert und diese zu Arbeitsverhältnissen und Kulturpolitik berät.
Der Verein steht im Austausch mit ähnlichen Organisationen auf nationaler Ebene. Er hat einen «Vertrauenspreis» für junge Initiativen der Stiftung Leg Pro Culture (Erbprozent) erhalten und wird in den nächsten zwei Jahren von m2act unterstützt. 

Mentoratsangebot: 
Arts_Sainement (A_S) bietet ein Coaching für Fachleute im Bereich der darstellenden Künste, die sich ein respektvolleres, achtsameres und gerechteres Arbeitsumfeld wünschen. 
Das Mentoringprogramm fügt sich in die Mission des Vereins ein: Menschen in ihrer beruflichen Entwicklung zu begleiten und zugleich ethische, inklusive und nachhaltige Praktiken in den darstellenden Künsten zu stärken.
Wir laden die von uns begleiteten Personen und Institutionen dazu ein, diese Ansätze ganzheitlich in ihre Praxis zu integrieren. Dazu schaffen wir Räume für Schwarmintelligenz und Austausch rund um die Realitäten des Kulturbereichs. Mögliche Themen, mit denen wir uns gemeinsam auseinandersetzen können, sind Machtverhältnisse im kreativen Schaffen, gesunde Formen der Zusammenarbeit, Konsens und Grenzen. Der Austausch mit unserem Double basiert auf einem intersektionalen und inklusiven Ansatz, der Vertraulichkeit gewährleistet und das individuelle Tempo der Beteiligten respektiert.

Sprachen: Französisch, Deutsch, Englisch

Link direkt zum Online-Gesuchsportal für die Bewerbung bei Agathe Raboud und Nidea Henriquez

Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.

Rafael Egloff

Foto: Rafael Egloff

Rahel Bucher, Selina Wälti und Martina Marti / Heitere Fahne

Die Heitere Fahne ist ein inklusiver Kultur- und Gastronomiebetrieb in Wabern bei Bern. Getragen vom Kollektiv Frei_Raum setzt sich die Heitere Fahne seit 2008 für inklusive Kultur, (kulturelle) Teilhabe und Begegnungen verschiedenster Menschen sowie utopisches Bemühen ein. Wir sind rund 50 Menschen mit unterschiedlichen Ausgangslagen aber gemeinsamen Werten und Zielen: Menschen mit und ohne Behinderungen, Menschen mit Migrationsgeschichte, Handwerker*innen, Kunst und Kulturschaffende, Menschen mit psychischen Fragezeichen und Sozialarbeiter*innen engagieren sich gemeinsam. 

Coachingangebot: 
Ein inklusiver Kultursektor braucht Diversität im Personal vor, hinter und auf der Bühne! Fehlende Bildungsangebote verhindern aber Menschen mit besonderen Ausgangslagen oder Lebenssituationen oft den Einstieg in die professionelle Kulturwelt. Die Heitere Fahne hat deshalb eine Kulturausbildung für Menschen mit anderen Lernmöglichkeiten ins Leben gerufen – die PrA Kulturmacher:in.
Die zweijährige Ausbildung (PrA Kommunikation, Kultur, Gestaltung nach INSOS) soll den Auszubildenden wichtige Fähigkeiten vermitteln, die sie zu Kulturprofis machen: Schauspiel, Veranstaltungsplanung, die Betreuung von Künstler:innen, Kommunikation, Booking und vieles mehr. " Die Ausbildung soll Menschen befähigen, Kultur nicht nur zu konsumieren oder zu produzieren, sondern durch ihre Arbeit soziale Räume, Begegnungen und gesellschaftliche Veränderung mitzugestalten. 
Wir nehmen einen interessierten Kulturbetrieb mit auf diesen Weg und teilen unsere Erfahrungen aus der Konzipierung und Umsetzung der Ausbildung mit dem Ziel, dass der ausgewählte Betrieb diese Ausbildung in Zukunft ebenfalls anbieten kann.

Sprache: Deutsch

Link direkt zum Online-Gesuchsportal für die Bewerbung bei Rahel Bucher, Selina Wälti und Martina Marti

Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.

Lisa Steph / Olivier Keller

Foto: Lisa Stepf und Olivier Keller

Lisa Stepf und Olivier Keller

Lisa Stepf (*1979 in Kassel) studierte Kulturwissenschaften und Ästhetische Praxis in Hildesheim und Marseille. Sie war Stipendiatin der Körber-Stiftung und des EU-Pilotprojekts SPACE für Kurator*innen. Sie arbeitet als Kuratorin und Dozentin, Performerin und Cellistin. Seit 20 Jahren ist sie Teil der Berliner Theaterkompanie Flinn Works und war ebenso lange im Leitungsteam des interdisziplinären Streicherensemble Quartett PLUS 1. Kuratorisch war sie u.a. für das Radialsystem V in Berlin tätig und entwickelt Neue Konzertformate in unterschiedlichen Kontexten, so u.a. für das Ensemble Resonanz, die Philharmonie Luxemburg und das Zürcher Kammerorchester. Sie unterrichtet an der HKB und Musikakademie Basel im Bereich Neue Konzertformate und gibt Workshops zu Feminist Leadership und der DasArts Feedback Methode – u.a. regelmässig in der freien Szene im Aargau, sowie in der Saison 25/26 am TOBS! als Herzstück des Projekts „Feedback Kultur gestalten“ von M2Act.

Olivier Keller (*1980 in Winterthur) studierte in Bologna, Bern und Stockholm Theaterwissenschaft, Nordistik und Geschichte. Zwischen 2008 und 2011 zeichnete sich Olivier Keller am Stadttheater Bern wiederholt als Regisseur für Erstaufführungen aus. Von 2012 bis 2022 war Olivier Keller Co-Leiter von Theater Marie im Kanton Aargau. In diesen zehn Jahren sind zahlreiche Produktionen in unterschiedlichen Formaten – zeitgenössische Dramatik, Sprechtheater, Musiktheater, dokumentarische Projektentwicklungen – entstanden. Olivier Keller war auch am Theater St. Gallen, am Vorarlberger Landestheater Bregenz, am Théâtre Poche in Genf, am Uppsala stadsteater, beim Zürcher Theater Spektakel, für das Landschaftstheater Ballenberg und in der Freien Szene tätig. Seit 2024 arbeitet er bei TOBS! Theater Orchester Biel Solothurn, wo er gemeinsam mit Patric Bachmann für das Programm und das Personal des Schauspiels verantwortlich ist. Neben der Leitungsfunktion Co-Direktor Schauspiel arbeitet er auch hier als Regisseur.

Coachingangebot: 
"In der Saison 25/26 haben wir die DasArts Feedback Methode erfolgreich am Schauspiel TOBS! implementiert – und möchten nun andere Organisationen und Institutionen dabei begleiten, diese konstruktive Feedback Methode auf Augenhöhe als Tool für eine grundsätzliche Veränderung der Kommunikation zu nutzen.
Wir bieten einen Einblick in unsere Erfahrungen, gehen aber gleichzeitig den Schritt des Transfers in eine andere Kunstsparte mit dem/der Coachee und erarbeiten gemeinsam Schritte zur Implementierung der Methode. Wir freuen uns, wenn die Bewerbenden die Methode bereits kennen, sind aber auch offen dafür, Neulinge dafür zu begeistern: Indem wir die Moderation der Methode für 2-3 Feedback-Sessions sowie ein Moderations-Training als Teil des Coachings anbieten, empowern wir die Coachees am Ende des Prozesses, eigenständig Feedback-Sessions durchzuführen. Voraussetzung für Bewerbende: Künstlerische Projekte, die im Proben-/Entstehungsprozess für Feedback-Sessions geöffnet werden können. Wir freuen uns auf Augenhöhe mit Coachees zu arbeiten, die kollektives Denken als Teil eines künstlerischen Prozesses schätzen und unsere Haltung teilen, dass Feedback Geben und Feedback Nehmen ein Geschenk sein sollte."

Sprachen: Deutsch, Englisch

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Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.