Header

Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement»

MGB_Mitmachinitiative_PLUS_LP_Ideenwettbewerb_V1

Was tun, damit es Freiwilligen gut geht und sie mit Freude engagiert bleiben? Mit dem Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement» unterstützt das Migros-Kulturprozent Vereine und Initiativen, die das Wohlbefinden ihrer Freiwilligen stärken. 15 Projekte erhalten Förderbeiträge zwischen CHF 10 000.– und CHF 30 000.–, um ihre Idee umzusetzen.

Die Ausschreibung für den Ideenwettbewerb läuft bis am 10. Mai 2026.

MGB_Mitmachinitiative_PLUS_LP_Ideenwettbewerb_1878x1252px

Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement» in Kürze

Zwei Drittel der Menschen in der Schweiz engagieren sich freiwillig – zum Beispiel in Vereinen, in der Nachbarschaft, für die Umwelt, in Ehrenämtern oder im Jugendsport. 

Mit dem Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement» stellt das Migros-Kulturprozent das Wohlbefinden der Freiwilligen ins Zentrum. Denn wenn es den Freiwilligen gut geht, bleiben sie gerne und längerfristig engagiert. Davon profitieren nicht nur die Freiwilligen, sondern auch die Organisationen, die aufgrund knapper Ressourcen häufig unter Druck sind und vor der Herausforderung stehen, Freiwillige zu gewinnen. 

Gesucht sind Vereine und Initiativen, die ihre Freiwilligen stärken, anerkennen und Rahmenbedingungen schaffen, damit es ihnen gut geht und sie mit Freude engagiert bleiben. 15 Projekte werden mit je CHF 10 000.– bis CHF 30 000.– unterstützt. Die Förderbeiträge ermöglichen es, genau hinzuschauen und das Wohlbefinden der Freiwilligen zu stärken.

MGB_Mitmachinitiative_PLUS_LP_Ideenwettbewerb_Prozessbild_DE

Über den Ideenwettbewerb

Viele Freiwillige fühlen sich bei ihrem Einsatz wohl und sind zufrieden. Freiwilliges Engagement kann aber auch belasten: Zum Beispiel, wenn es zu viel Zeit beansprucht und sich nicht mit Familie oder Beruf vereinbaren lässt.

Manchmal sind auch die Aufgaben zu anspruchsvoll oder anders als erwartet. Klappt die Zusammenarbeit im Team nicht oder gibt es schwierige Situationen mit den Personen, mit denen man zusammenarbeitet, ist das für Freiwillige belastend.

Im Auftrag des Migros-Kulturprozent hat Interface Politikstudien Freiwillige und Koordinierende zum Wohlbefinden der Freiwilligen befragt. Die Ergebnisse zeigen: Es gibt Faktoren, die das Wohlbefinden steigern – und solche, die es beeinträchtigen. Auffällig ist, dass Freiwillige und Koordinierende diese Faktoren oft unterschiedlich wahrnehmen. 

Wohlbefinden beschreibt einen Zustand der Zufriedenheit, der bei Freiwilligen durch ihr Engagement entsteht. Diese Zufriedenheit kann die emotionale Ebene, wie z. B. Freude, die psychologische Ebene, wie z. B. Sinnhaftigkeit, die soziale Ebene, wie z. B. Zugehörigkeit, oder die körperliche Ebene, wie z. B. Vitalität, umfassen.

Das Migros-Kulturprozent sucht Vereine, Organisationen und Initiativen, die die Rahmenbedingungen und die Zusammenarbeit mit ihren Freiwilligen verbessern möchten. Denn Freiwillige, denen es gut geht, haben mehr Freude an ihrer Tätigkeit und engagieren sich längerfristiger.

Möchtet ihr genauer hinschauen und etwas verändern? Dann macht beim Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement» mit. Das Migros-Kulturprozent unterstützt 15 Projekte mit Förderbeiträgen zwischen CHF 10 000.– und CHF 30 000.–. Die Förderung gibt Zeit und Raum, um die Zusammenarbeit mit den Freiwilligen weiterzuentwickeln und deren Wohlbefinden zu stärken.

Zusätzlich werden 10 Coachings im Wert von je CHF 2500.– verlost. Alle eingereichten Projekte, die die Förderkriterien grundsätzlich erfüllen, können an dieser Verlosung teilnehmen.

Ein Gesuch einreichen können:

  • gemeinnützige Organisationen mit Sitz in der Schweiz (z.B. Vereine, Stiftungen)
  • Stellen der öffentlichen Hand, gemeinsam mit einer gemeinnützigen Organisation

Voraussetzungen:

  • Die Organisation besteht seit mindestens drei Jahren.
  • Sie arbeitet mit mindestens 30 Freiwilligen, die regelmässig über mehrere Monate aktiv sind.
  • Es gibt eine verantwortliche Person für die Koordination der Freiwilligen, die freiwillig arbeitet oder in einem Pensum von maximal 50 Stellenprozent dafür angestellt ist. 

Wichtig ist auch:

  • Die Organisation möchte die Zusammenarbeit mit ihren Freiwilligen verbessern.
  • Sie entwickelt Lösungen, die zur eigenen Struktur und Kultur passen.
  • Sie bindet die Sicht der Freiwilligen aktiv ein und findet mit ihnen gemeinsam Lösungen.
  • Die Erfahrungen werden am Ende der Förderung mit anderen Organisationen geteilt.
  • Pro Organisation kann im Rahmen dieser Ausschreibung maximal ein Vorhaben gefördert werden.

Nicht unterstützt werden:

  • Einzelpersonen und finanzielle Einzelfallhilfe 
  • bereits abgeschlossene Projekte 
  • laufende Projekte, wenn sie durch das Vorhaben nicht sichtbar weiterentwickelt werden

Weitere Informationen und alle Förderkriterien finden sich in den Richtlinien.

Gefördert werden Projekte, die das Ziel haben, das Wohlbefinden von Freiwilligen zu stärken und Belastungen zu reduzieren. Die Ziele liegen in mindestens einem der folgenden Bereiche:

Bereich A: Wohlbefinden der Freiwilligen stärken, zum Beispiel durch:

  • Gemeinschaft und Zugehörigkeit 
  • Freiheit und Selbstbestimmung
  • zu den Erwartungen und Fähigkeiten der Freiwilligen passende Aufgaben
  • das Gefühl, etwas bewirken zu können
  • Erleben von Sinn in der Tätigkeit
  • Anerkennung und Wertschätzung 
  • persönliche Weiterentwicklung

 

Bereich B: Belastungen reduzieren, zum Beispiel:

  • zu hohe zeitliche Belastung
  • emotionale oder soziale Belastung, wie z. B. Konflikte oder schwierige Gespräche
  • Leistungsdruck oder zu hohe Verantwortung
  • zu hohe Arbeitslast
  • fehlendes Wissen oder fehlende Kompetenzen
  • unklare Strukturen oder mangelnde Kommunikation
  • fehlende Begleitung und Ansprechpersonen

Mögliche Beispiele für Vorhaben, die gefördert werden können:

  • Eine gute Einführung, die Aufgaben und Interessen der Freiwilligen aufeinander abstimmt
  • Supervisionsangebote für Freiwillige mit belastenden Einsätzen
  • Niederschwellige Gesprächsangebote zur frühen Erkennung von Überlastung
  • Weiterbildungsangebote für Freiwillige, auch gemeinsam mit anderen Organisationen
  • Gotte-/Götti-Systeme oder Tandems für neue und erfahrene Freiwillige

Nicht gefördert werden:

  • reine Dankes- oder Anerkennungsaktionen
  • reine Infrastruktur ohne Projektbezug
  • reine Betriebskosten ohne Projektbezug

Jedes Gesuch wird anhand von formalen und inhaltlichen Kriterien geprüft.

Formale Kriterien (Auswahl)

  • Alle Unterlagen sind vollständig eingereicht.
  • Die Organisation ist gemeinnützig.
  • Die Organisation arbeitet mit mindestens 30 Freiwilligen.
  • Das Projekt startet spätestens im Januar 2027.
  • Das Budget ist nachvollziehbar und transparent.
  • Der beantragte Förderbetrag liegt zwischen CHF 10 000.– und CHF 30 000.–.
  • Die Koordination der Freiwilligen erfolgt ehrenamtlich oder mit maximal 50 Stellenprozent.
     

Inhaltliche Kriterien (Auswahl)

  • Das Vorhaben passt zum Thema der Ausschreibung.
  • Das Projekt verbessert interne Abläufe oder Strukturen.
  • Die Planung ist realistisch und umsetzbar.
  • Die Freiwilligen werden aktiv in das Projekt einbezogen.

Weitere Informationen und alle Förderkriterien finden sich in den Richtlinien.

  1. Gesuch einreichen:
    Reicht euer Gesuch zwischen dem 16. März und dem 10. Mai 2026 über das Online-Gesuchsportal ein.
  2. Auswahl durch die Jury:
    Zwischen Mai und Juli 2026 prüft eine Jury aus Fachpersonen, Freiwilligen und Koordinierenden alle Gesuche. Sie wählt 25 Projekte aus, die ins öffentliche Voting kommen. Bis Mitte Juli 2026 erhaltet ihr eine Rückmeldung, ob euer Projekt dabei ist. 
  3. Öffentliches Voting:
    Ende August 2026 stimmt die Bevölkerung auf engagement.migros.ch über die 25 ausgewählten Projekte ab. Die 15 Projekte mit den meisten Stimmen werden gefördert.
  4. Entscheid über die Förderbeiträge:
    Bis spätestens Mitte September 2026 steht fest, welche 15 Projekte gefördert werden. Sie erhalten einen Beitrag zwischen CHF 10 000.– und CHF 30 000.–.
  5. Entscheid über die Coachings:
    Ebenfalls bis Mitte September 2026 wird bekannt gegeben, welche 10 Organisationen ein Coaching im Wert von je CHF 2500.– erhalten.
  6. Auszahlung der Förderbeiträge:
    Die Förderbeiträge werden per Ende September 2026 ausbezahlt.
  7. Workshop «Projektraum I»:
    Am 6. November 2026 abends und am 14. November 2026 vormittags finden zwei Projekträume statt. Die Teilnahme an einem der beiden Projekträume ist verbindlich. Bitte reserviert euch vorerst beide Termine. Die Projekträume dienen dem Austausch und der gegenseitigen Unterstützung der geförderten Projekte.
  8. Workshop «Projektraum II»:
    Gegen Ende der Förderphase, d. h. im Herbst 2027, findet eine zweite Workshoprunde statt. Diese Teilnahme ist ebenfalls verbindlich. Gemeinsam blicken wir zurück: Was hat gut funktioniert? Was war schwierig? Wie geht es weiter? Das genaue Datum wird frühzeitig bekannt gegeben.

Noch Fragen?

An den Online-Infocalls könnt ihr Fragen zum Ideenwettbewerb «Freiwilliges Engagement» und zum weiteren Förderangebot für soziale Vorhaben stellen. Wählt euch ohne Voranmeldung über die Teams-Links ein. 

  • Donnerstag, 26. März 2026, 13.00–13.45 Uhr (Teams-Link)
  • Dienstag, 28. April 2026, 13.00–13.45 Uhr (Teams-Link)

Seid ihr unsicher, ob ihr euch mit eurer Idee oder eurem Projekt bewerben könnt? Katrin Gehring, Themen- und Projektleiterin Soziales, hilft gerne weiter: katrin.gehring@mgb.ch