Header

Tanzen: ein Knochenjob

Text

Marlies Seifert

Erschienen

05.05.2022

Sarafina Beck balanciert ihren Körper, auf dem Bauch liegend, auf dem Kopf eines Tanzpartners.

Tanzen ist Hochleistungssport. Sarafina Beck, die zurzeit mit dem Migros-Kulturprozent-Tanzfestival Steps auf Tournee ist, erzählt, wie sie sich fit hält.

4000 Newton

Wirken bei der Landung nach einem Sprung oder einer Hebung auf den Körper einer Tänzerin. Das entspricht einem Vielfachen ihres Gewichts. «Stabilität ist allgemein wichtig. Die trainiere ich, indem ich Übungen auf unebenem Untergrund mache.»

6 Stunden

trainiert Sarafina pro Tag – bis zu sechs Tage pro Woche. «Ein Tag Pause pro Woche zur Erholung muss sein.» Hinzu kommen aktuell zwei Auf­führungen pro Woche à 70 Minuten.

Sarafina Beck beim tanzen im Training. Sie lenht sich mit gebeugten Knien nach hinten.

600 Kalorien

pro Stunde verbraucht das Tanzen. «Es ist enorm wichtig, ausreichend zu essen, damit der Körper genug Energie für die Arbeit hat. Ich lasse keine Hauptmahlzeit aus und greife zwischendurch auch auf einen Powerriegel zurück.» Vitamin D und Magnesium ergänzt Sarafina zusätzlich. Sie sind wichtig für die Regeneration.

28 Jahre

ist Sarafina alt. «Manche ­behaupten, mit 35 sei eine Tanzkarriere vorbei, weil der körperliche Verschleiss gross ist. Aber wer gut auf sich achtet, kann auch mit über 40 noch tanzen.»

Kopftraining

«Tanzen ist auch mental anstrengend. Du musst dranbleiben – selbst wenn du 1000-mal umfällst, bevor du etwas richtig hinbekommst. Atemübungen und Meditation helfen mir auch ­gegen das Lampenfieber.»

Pole Dance

macht Sarafina als Ergänzung zum Tanzen. «Damit kann ich Muskeln aktivieren, die ich sonst weniger nutze. Ausserdem ver­bindet es Kraft mit ­Beweglichkeit – für mich das perfekte Training.»

300 Kniebeugen

könnte Sarafina in einer Trainings­session machen. «Das ist auf Dauer aber eintönig. Um den gleichen Effekt mit weniger Wiederholungen zu erreichen, trainiere ich mit Gewichten.»

Fotos: Gregory Batardon

Deine Meinung