Foto: Basim Magdy
Aïcha Revellat
Dr. des. Aïcha Revellat ist schweizerisch-senegalesische Kunsthistorikerin, in Basel geboren. Sie promovierte bei eikones – Zentrum für die Theorie und Geschichte des Bildes mit der Dissertation Fragile Oberflächen, scharfe Kanten. Form und Orientierung in Hannah Villigers Praxis und ist als Gastdozentin an der Universität Basel und am Institut Art Gender Nature der FHNW tätig. Ihre Forschung verbindet Kunstgeschichte, Medientheorie und Wissenschaftsgeschichte; im Mittelpunkt stehen fotografische und dreidimensionale Bildmedien, Fragen der Verkörperung, der Wahrnehmung und medialer Instabilität. Sie befasst sich mit postkonzeptuellen und zeitgenössischen Bildpraktiken, darunter künstlerische Auseinandersetzungen mit der afrikanischen Diaspora, und arbeitet an der Schnittstelle von Phänomenologie, feministischer und queerer Theorie sowie Bildtheorie. Gemeinsam mit Dennis Jelonnek (DFK Paris) gibt sie den zweisprachigen FUNDUS-Band Auflösungs/erscheinungen. Positionen zum fotografischen Verschwinden bei Distanz heraus.
Coachingangebot:
"Mich interessieren die konzeptuellen und ästhetischen Fragen künstlerischer Praxis. Welche Fragen stellt eine Arbeit? Welche Formen, Materialien und Verfahren entwickelt sie? Wie lässt sie sich genauer fassen, verorten und weiterdenken?
Als Kunsthistorikerin arbeite ich mit Bildtheorie, Phänomenologie und postkolonialer Theorie. Meine Forschung beschäftigt sich mit fotografischen und körperbezogenen Bildpraktiken, mit politischer Ästhetik und mit den Verhältnissen von Blick, Macht und Gewalt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf zeitgenössischen Praktiken der afrikanischen Diaspora und auf den Bedingungen, unter denen Bilder entstehen, zirkulieren und wahrgenommen werden.
Im Coaching begleite ich Künstlerinnen und Künstler dabei, die Fragen, Entscheidungen und Spannungen ihrer Praxis genauer zu erkennen. Gemeinsam können wir Projekte konzeptuell weiterentwickeln, formale und materielle Entscheidungen besprechen und untersuchen, wie sich eine Arbeit zu historischen, kulturellen und politischen Zusammenhängen verhält. Auch Fragen der Positionierung, Vermittlung und Vernetzung können Teil des Gesprächs sein.
Als Mitgründerin von Commons Calling, Autorin und Herausgeberin und Lehrende an der FHNW und der Universität Basel bewege ich mich zwischen kunsthistorischer Forschung, kuratorischer Arbeit und der Begleitung künstlerischer Prozesse.
Besonders freue ich mich auf Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern, die ihre Praxis ausgehend von den Arbeiten selbst weiterdenken möchten, ästhetisch, materiell, konzeptuell oder im Hinblick auf den eigenen Arbeitsprozess."
Sprachen: Deutsch, Französisch und Englisch
Link direkt zum Online-Gesuchsportal
Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.
Foto: Costas Maros
Sabian Baumann
Sabian Baumann (1962) lebt und arbeitet in Zürich. Er* bietet in seiner Kunst eine vielschichtige Auseinandersetzung mit Identität, Körper und gesellschaftlichen Wertvorstellungen und zeigt Normalität als Ausnahme in Raum und Zeit. SB zeigt Menschen als komplexe, von Erfahrungen, Beziehungen, Biologie, Materie und gesellschaftlichen Einflüssen geprägte Wesen. Mit Humor, Poesie, Widersprüchen und traumartigen Bildern regt die Kunst zum Nachdenken über Gleichzeitigkeiten, Zugehörigkeit und soziale Strukturen an.
SB arbeitet vor allem mit Zeichnung, daneben installativ mit Objektkunst und Skulptur. Seine* Werke wurden im In- und Ausland gezeigt, unter anderem in der Fondation Beyeler, im Badischen Kunstverein (DE) und im Centre Culturel Suisse (FR). Im Kunsthaus Zürich war SB 2024 Teil des Konzeptteams und zugleich in der Ausstellung Apropos Hodler vertreten sowie 2026 in In Minor Keys an der Biennale von Venedig.
Neben der eigenen Ausstellungstätigkeit initiierte SB kollaborative, transdisziplinäre und kunstaktivistische Projekte zu queerem und sex-positivem Feminismus, gendergerechter Sprache und intersektionalen Fragestellungen, darunter die experimentellen Dokumentarfilme Working On It (2008) und Wem gehört der Himmel (2022).
Baumann erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Curt und Erna Burgauer Förderpreis (2012) und den Aargauer Kunstpreis (2021). Er war in zahlreichen Jurys und Gremien tätig und unterrichtete während 20 Jahren an Schweizer Kunsthochschulen. Vertreten wird er* von der Galerie Mark Müller. Weitere Informationen: sabianbaumann.ch
Coachingangebot:
"Ich verstehe Mentoring als einen offenen, kritischen und vertrauensvollen Austausch. Ausgangspunkt jeder Zusammenarbeit sind die Werke und Projekte, die Interessen, Fragen und Motivationen der Mentees. Im Mittelpunkt stehen die Betrachtung und Analyse der Werke und Projekte, offene Gespräche, aktives Zuhören und gezielte Fragen. Ziele sind, eigene Entscheidungen zu reflektieren und Lösungen zu finden sowie die künstlerische Position zu schärfen ohne die Experimentierfreude einzuschränken.
Durch meine eigene Arbeit in unterschiedlichen Medien sowie in sehr verschiedenen künstlerischen und institutionellen Kontexten – sowohl in eigenständigen Projekten als auch in kollaborativen Formaten mit anderen Kulturschaffenden – kann ich verschiedene Arbeitsweisen vermitteln und ihre jeweiligen Chancen und Herausforderungen aufzeigen. Dabei geht es ebenso um Fragen der Recherche, der Entwicklung von Ideen, der Materialwahl, der Form oder des Umgangs mit Unsicherheiten und kreativen Sackgassen sowie um die praktischen Bedingungen künstlerischer Arbeit.
Bei Bedarf kann auch der Besuch und das Besprechen von Ausstellungen und Veranstaltungen, sowie das Lesen von Texten Teil des Coachings sein."
Sprachen: Deutsch, Englisch
Link direkt zum Online-Gesuchsportal
Wichtiger Hinweis: Die Bewerbung erfolgt ausschliesslich über das Online-Gesuchsportal des Migros-Kulturprozent. Falls Sie im Gesuchsportal noch kein Login besitzen, müssen Sie dies zuerst erstellen, bevor Sie auf das Bewerbungsformular bzw. Gesuchsformular kommen.
Foto: Bernadette Paassen
Latifa Echakhch
Latifa Echakhch wurde 1974 in El Khnansa (Marokko) geboren und lebt und arbeitet in Vevey.
Angetrieben von dem Bedürfnis, bestimmte Vorurteile, Widersprüche und Stereotype unserer Gesellschaft zu hinterfragen, isoliert und untersucht sie Materialien, die diese Phänomene symbolisieren.
2007 präsentierte Latifa Echakhch ihre erste Einzelausstellung mit dem Titel À chaque stencil une révolution im Magasin de Grenoble. Seither wurden ihre Arbeiten weltweit in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem im Kunsthaus Zürich, Centre Pompidou in Paris, Nouveau Musée National de Monaco, Fondazione Memmo in Rom, KIOSK in Gent, macLYON in Lyon, Hammer Museum in Los Angeles, Portikus in Frankfurt, Columbus Museum of Art in Ohio, MACBA in Barcelona, Fri Art in Freiburg, Frac Champagne-Ardenne in Reims, Swiss Institute in New York, Tate Modern in London sowie im Rahmen zahlreicher Gruppenausstellungen. Ihre Werke wurden zudem auf der Istanbul Biennale, der 54. Biennale von Venedig, der 11. Biennale von Sharjah, der Jerusalem Art Focus Biennale sowie bei Manifesta 7 in Bozen präsentiert.
2013 erhielt Latifa Echakhch den Prix Marcel Duchamp. Alfred Pacquement, damaliger Direktor des Centre Pompidou und Vorsitzender der Jury, beschrieb ihr Werk mit folgenden Worten: «Zwischen Surrealismus und Konzeptkunst angesiedelt, hinterfragt ihr Werk mit Sparsamkeit und Präzision die Bedeutung von Symbolen und bringt die Fragilität der Moderne zum Ausdruck.»
2015 präsentierte Echakhch Screen Shot im Museum Haus Konstruktiv in Zürich und erhielt den Zurich Art Prize.
Coaching-Angebot:
"Aufgrund meiner langjährigen Unterrichtserfahrung an verschiedenen Hochschulen in Frankreich und der Schweiz, darunter die École Nationale Supérieure des Beaux-Arts de Lyon, die HEAD Genf und die EDHEA Siders, sowie meiner Mitarbeit in zahlreichen Jurys, insbesondere bei den Swiss Art Awards, bringe ich umfangreiche Erfahrung in der Begleitung junger Kunstschaffender mit.
Dank meiner Nähe zur jungen Kunstszene in der ganzen Schweiz und meiner tiefen Verbundenheit mit ihr betrachte ich Mentoring als natürliche Erweiterung meines künstlerischen Engagements.
Im Mittelpunkt steht stets die Arbeit der jungen Künstlerin oder des jungen Künstlers. Zunächst möchte ich deren Produktion, Ausdrucksweise, Kohärenz und innere Balance verstehen. In meiner Lehr- und Mentoratstätigkeit stelle ich mich vollständig in den Dienst dieser Arbeit. Der Austausch bereichert auch mich und eröffnet neue Perspektiven. Ich selbst trete dabei möglichst in den Hintergrund, abgesehen von Erfahrungen, die für die Entwicklung nützlich sein können.
Meine menschliche und berufliche Erfahrung ermöglicht es mir, Entwicklungspotenziale aufzuzeigen, bestehende Ansätze zu stärken oder neue Wege sichtbar zu machen. Ich stelle viele Fragen und habe das Bedürfnis, die gesamte künstlerische Praxis zu verstehen, um deren Einzigartigkeit zu bestätigen und weiterzuentwickeln.
Meine Arbeitsweise ist äusserst anspruchsvoll, strukturiert und von einer ständigen Suche geprägt. Ein gewisser Humor hilft mir dabei, auch in Phasen grosser künstlerischer Konsequenz die Freude am Prozess zu bewahren.
Dieses Mentoring bietet einen privilegierten Rahmen, der schnell die Dynamik eines erweiterten Ateliers annehmen kann und es erlaubt, sehr weit in kreative Prozesse einzutauchen. Ich freue mich darauf, einer jungen Künstlerin oder einem jungen Künstler bei diesem anspruchsvollen Arbeitsprozess hilfreich zur Seite zu stehen."
Sprachen: Französisch, Englisch
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