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Raissa Avilés und Clara Gil

Raissa Avilés_Ana Zaragoza

Foto: Ana Zaragoza

Raissa Avilés ist Sängerin, Performerin und Autorin schweizerischer Herkunft mit mexikanischen Wurzeln, ausgebildet in Physical Theatre, Interpretation und Gesang. Die Stimme steht im Zentrum ihrer künstlerischen Praxis. Zu ihren jüngsten Arbeiten gehören zwei „Expanded Concerts“ („Maybe a concert“ und „La Maria, o la espeluznante seducción de una canción de amor“), in denen sie das Konzept des Konzerts sowie die Stücke ihres Repertoires erforscht, dekonstruiert und neu zusammensetzt. Sie wurde im Bereich Physical Theatre und Interpretation zwischen Spanien und der Schweiz ausgebildet, erhielt ein Diplom in Dramatischem Körper-Mime (Moveo Teatro, Barcelona) und in der Meisner-Technik (bei Javier Galitó-Cava, Barcelona). 2014 schloss sie ihren Master an der Accademia Dimitri in Verscio ab. Ausserdem liess sie sich zur Dozentin für Functional Voice Training® bei Javi Prieto in Barcelona ausbilden. Derzeit ist sie Sängerin-Performerin in der Produktion „U. (Un canto)“ von Alessandro Sciarroni.

Clara Gil_© Juanita Escobar

Foto: Juanita Escobar

Clara Gil (* 1985, Madrid) ist Schauspielerin, Puppenspielerin und Performerin mit Schwerpunkt Physical Theatre. Parallel zu ihrer künstlerischen Laufbahn ist sie zudem als Sozialpädagogin tätig. Sie spezialisierte sich auf Puppenspiel und Objektmanipulation und vertiefte ihr Fachwissen bei der Compagnie Philippe Genty in Paris. Sie hat mit Kollektiven wie der Compagnie Trottvoir und Kollektiv Leerraum.offen zusammengearbeitet. Heute realisiert sie eigene Projekte und ist Mitbegründerin von dubistdu sowie des multidisziplinären Kollektivs Hintertür. Für sie ist der kreative Prozess wichtiger als das Endprodukt. Sie arbeitet so sanft und behutsam wie möglich und legt besonderen Wert auf nachhaltige Kunst. Licht und Schatten, das Seltsame und Ungewöhnliche ziehen sie an; kleine, oft übersehene Details sowie die politischen Ebenen hinter scheinbar einfachen Dingen faszinieren sie besonders.

Projekt

SchamHautAb ist eine Performance, die den Mechanismus des Slut-Shaming aus feministischer und intersektionaler Perspektive untersucht. Durch rhythmische Monologe, Masken, Karaoke und Soundeffekte erforscht das Stück, wie Sprache und Körper sowohl als Instrumente der Schuldzuweisung als auch als Werkzeuge des Widerstands und der Freude funktionieren können.
Allein von Clara Gil konzipiert und performt, wird das Stück derzeit sowohl in seiner Länge als auch in seiner thematischen Tiefe erweitert. In dieser Phase stellt ein Mentoring mit Raissa Avilés eine entscheidende Chance dar. Wir werden die Ausdrucksmöglichkeiten der Stimme erkunden und die Grenzen musikalischer und performativer Sprache ausloten, um neue szenische Mechanismen zu entwickeln, welche die Performance stärken und erweitern.
Mit einem externen dramaturgischen Blick wird das Stück neue klangliche und körperliche Ebenen gewinnen und einen Raum geteilter Resonanz schaffen, der dazu einlädt, die Erzählungen rund um den weiblichen Körper und Scham neu zu imaginieren