Mit der weitgehenden Aufgabe der traditionellen Landwirtschaft sind grosse Teile des Geländes in Mergoscia verwaldet, was einen starken Rückgang der Biodiversität zur Folge hat. Mit gezielten Massnahmen wird der Artenreichtum dieser traditionellen Kulturlandschaft gefördert und eine bessere Vernetzung der bereits aufgewerteten Flächen angestrebt.
Ziel des Projekts:
Zwischen dem Dorf Mergoscia und der Maiensässzone ist ein Teil der ehemaligen Terrassenlandschaft wieder hergestellt. Dies dank Holzereiarbeiten, Auflichtungen, Sanierungen von Trockenmauern, Bewirtschaftung der Selven. Für den Erhalt der aufgewerteten Flächen ist langfristig gesorgt. In einem Mosaik aus offenen und halboffenen Flächen sowie Feuchtzonen entstehen neue Lebensräume, in denen die Artenvielfalt zunimmt und auch seltene Tier- und Pflanzenarten vorkommen. Der Fokus liegt auf folgenden Zielen:
- Erhaltung und Schaffung von offenen und halboffenen Flächen
- Erhaltung von Feuchtgebieten und Bachläufen
- Erhaltung traditioneller Rebberge
- Sensibilisierung und Bekanntmachung
Begünstigte des Projekts:
Von den geplanten Massnahmen profitieren zahlreiche, zum Teil seltene, Tier- und Pflanzenarten. Speziell im Fokus stehen Ziegenmelker, Wiedehopf, Kleiner Abendsegler, Hirschkäfer, Südliche Prachtlibelle, Gelbringfalter, Brand-Knabenkraut, Königsfarn. Mittels Infotafeln, Exkursionen und Informationsanlässen erfährt die breite Öffentlichkeit mehr über die umgesetzten Massnahmen. Die Bevölkerung kann die wunderbare Kulturlandschaft mit einer abwechslungsreich strukturierten Landschaft als Naherholungsgebiete nutzen und sich am Landschaftsbild erfreuen.
Über den Verein Hot Spots:
Seit 2002 fördert der Verein Hot Spots Kulturlandschaften mit hoher Artenvielfalt in der Schweiz und im grenznahen Ausland. Der Fokus liegt auf strukturreichen Kulturlandschaften, die überdurchschnittlich viele oder stark bedrohte Tier- und Pflanzenarten aufweisen.
Fotos: Verein Hot Spots