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Elisabeth Wandeler-Deck und Karin Derungs

Portrait der Mentorin

Foto: Dirk Skiba

Elisabeth Wandeler-Deck, geboren 1939, lebt in Zürich. Sie lässt in ihrem Schreiben eine große Affinität zur Musik erkennen. Als improvisierende Musikerin und mit ihren Texten ist sie Mitglied des Improvisationsquartetts bunte hörschlaufen. Ihre Texte bewegen sich nicht selten vom Klanglichen gesteuert voran und erwecken oft den Eindruck einer Improvisation auf dem Papier, einer Improvisation freilich, die präzise Strukturen aufscheinen lässt. Mit ihrem anarchischen Schreibansatz sucht die ausgebildete Architektin, Soziologin und Gestaltanalytikerin immer wieder die unterschiedlichsten thematischen und formalen Felder auf. Ihre Texte veröffentlich sie in Buchform, in Literaturzeitschriften, im Netz als erzählende Prosa, Bildtextarbeiten, Szenische Arbeiten. Ihre Lyrikveröffentlichungen tragen Titel wie z.B. (Gelächter über dem linken Fuss), Turbulenzen an der Luftschnittstelle, ANFÄNGE, ANFANGEN gefolgt von UND, arioso – archive des zukommens. Zuletzt erschien TAGUMTAGKAIRO – pro Datum 1 Foto, 1 Gedicht, 1 immer gleichlanges Stück Prosa. Für ihr lyrisches Gesamtwerk erhielt sie 2013 den Basler Lyrikpreis, 2017 wurde ihr für Visby infra-ordinaire ein Werkjahr der Stadt Zürich zugesprochen.

Portrait des Mentees

Foto: Walter Derungs

Karin Derungs, geboren 1981, studierte bildende Kunst in Bern und Basel. Sie schreibt und malt. Die Entstehung ihres lyrischen Erzähltextes Tiki wurde gefördert vom Literaturfachausschuss BS/BL via Literaturmentoring mit Michael Stauffer. Im Rahmen der Buchbasel 2018 unter der Rubrik jung und wild las sie an der Lesung der Gewinnertexte für den Literaturautomaten Hinterlassenschaft Wärme, Schächteli (Edition). Ihre anonyme Texteingabe in ogni dove für den Literaturwettbewerb Literaturland wurde an zwei Lesungen in Herisau und Teufen von SchauspielerInnen vorgetragen. Sollte es der etwas skurril wirkende erste Beitrag sein? Oder doch lieber einer der folgenden gefälligeren Texte?, schrieb die Tüüfener Post.

Projekt

Ihr literarisches Projekt hiess Maku Brüche. Es sollte Gedichte und kürzere Prosatexte miteinander verweben, damit sie sich auffächern lassen, damit alles mit allem heimlich bis offensichtlich korrespondiert. Das entstehende Buch beinhaltete Ableger bis in die konkrete Poesie. Vieles schwankte explizit zwischen Sinn und Unsinn, suchte die Grenze von Sinn. Ein zentraler Grundstein war der musikalische Zugang zu Sprache. Klang und Präzision der Sprache sollten ausgefeilt werden, über kleinste Wortverschiebungen diskutiert werden. Ein weiteres Ziel des Mentorats war die Festigung der produktiven, eigenen Textkritik.

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